Urlaub – Reise


Sinaigebirge

Wanderfreunde und Rucksacktouristen werden vor allem im Sinaigebirge eine mehr als reizvolle Erfahrung machen. Das Sinaigebirge ist sehr zerklüftet und zeichnet sich vor allem durch blanken Fels und wenig Vegetation aus. Man sollte bei solchen Trips natürlich immer genug zu trinken dabei haben.
Ein besonderes Highlight stellt sicherlich der Berg Sinai selbst dar. Auf dem Gipfel dieses Berges nahm Moses laut dem alten Testament die Steintafeln aus Gottes Hand entgegen, die die zehn Gebote enthielten. Insofern ist der Berg Sinai – auch Mosesberg genannt – ein Wallfahrtsort für Pilger christlichen und jüdischen Glaubens. Auch in der islamischen Glaubenswelt spielt der Berg Sinai eine Rolle. Von dort aus soll sich das Pferd Mohammeds (Buraq) in den Himmel erhoben haben.

Heutzutage ist der Berg Sinai aber nicht nur wegen des Seelenheils ein beliebter Ausflugsort bei Besuchern. Die spektakulären Sonnenaufgänge liefern vom Gipfel aus ein wunderschönes Panorama, das nicht selten Hunderte von Touristen lockt, auch wenn dieses Erlebnis eine Nachtwanderung erforderlich macht. Auf 2238 (Gipfelhöhe) Höhenmeter gilt es hoch zu wandern, um in den Genuss dieser Aussicht zu kommen.

Meist kommen die Wanderer dazu gegen zwei Uhr am Fuße des Berges Sinai am Katharinenkloster zusammen. Das Katharinenkloster soll angeblich dort errichtet sein, wo einst der brennende Dornbusch stand, über den Gott zu Moses gesprochen hat. Für den Anstieg bei Nacht ist eine Taschenlampe mit ausreichend Batterien unbedingt erforderlich. Der Anstieg geht meist über den “Weg des Paschas“. Dieser Weg ist gut begehbar und ermöglicht einen verhältnismäßig leichten Aufstieg. Seinen Namen verdankt dieser Pfad dem Umstand, dass Abbas Pasha (einstiger Herrscher Ägyptens) ihn errichten lies, da dieser plante, einen Palast auf dem Gipfel zu erbauen. Doch daraus wurde nichts. Der Weg existiert jedoch noch bis heute. Auf ihm braucht es etwa zweieinhalb Stunden zum Gipfel. In Teilen lässt sich dieser Weg auch auf Kamelen zurücklegen.

Wenn man etwas mehr als halber Wege ist, gelangt man zum sogenannten Elias-Plateau. Dort kann man mehrere Kapellen aus Kalkstein bewundern. Der Weg zum Gipfel gabelt sich an diesem Plateau in zwei Möglichkeiten. Man kann entweder dem Weg des Pascha weiterfolgen oder die “Mosesstiege“ wählen. Die Mosesstiege besteht aus 2.700 in den Fels gehauenen Stufen und ihre Bewältigung erfordert insofern stramme Waden und eine gute Kondition.

Läuft alles nach Plan, erreicht man den Gipfel kurz vor Sonnenaufgang. Für diese Gelegenheit haben dann auch viele ihre Fotoapparate gezückt. Das sollte man auch, denn das Farbenspiel der aufgehenden Sonne auf den Felsen der umliegenden Berge ist ein Naturschauspiel ersten Ranges. Die Farbtöne ändern sich dabei so häufig, dass man sich erst satt gesehen hat, wenn die Sonne richtig aufgegangen ist. Im Sonnenlicht geht es dann wieder einen der beiden Wege nach unten. Wer aber noch ein bisschen Zeit und Lust hat, kann auch noch die Kirche der Dreifaltigkeit, eine kleine Kapelle auf dem Gipfel des Sinai, besichtigen.

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare.

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. | TrackBack URI

Einen Kommentar hinterlassen